'Wesentlich'
Die Galerie im LDBV zeigt vom 07. Oktober 2026 bis 22. Januar 2027 unter dem Titel "wesentlich" Werke von Stefanie von Quast, Jutta Körner und Judith Reiter
'Attitüde in Form und Farbe', Bilder und Skulpturen von Stefanie von Quast
Die Malerin und Bildhauerin Stefanie von Quast widmet sich in ihrer Kunst nahezu ausschließlich dem Menschen und dessen Beziehungen. Die Art, wie diese miteinander verbunden sind, vermittelt sie durch Körperhaltungen und Körpersprache – subtiler Ausdruck zwischenmenschlicher Resonanzen. Diese tief unbewusste Kommunikation wird von jedem Betrachter intuitiv verstanden.
Schon seit ihrer Kindheit entdeckte Stefanie von Quast ihre Leidenschaft für die bildende Kunst. Sie begann früh, zu malen und zu modellieren, wodurch sich ein künstlerischer Weg eröffnete, der durch intensives Lernen und stetige Entwicklung geprägt war. Sie absolvierte Studien in den Bereichen Malerei, Zeichnung sowie ein Diplom in Grafik-Design. Ihre künstlerische Ausbildung erweiterte sie um Bildhauerei und Bronzeguss. Heute nutzt sie die unterschiedlichen Techniken und Materialien als kreative Herausforderung, um den Übergang zwischen Bild und Skulptur zu gestalten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Farben, Zeichnungen und die Struktur der Oberflächen – egal, ob diese aus Stein (auch Edelstein), Holz oder Bronze bestehen.
Ihr Lebensmittelpunkt befindet sich in Egling und ihr Atelier in der Reismühle Gauting. Von dort aus organisiert Stefanie von Quast regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, beteiligt sich an Kunstmessen und führt unterschiedlichste Auftragsarbeiten aus. Egal ob Leinwand, Stein, Bronze oder Holz – bei allen verschiedenen Ansätzen bleibt ein zentrales Thema stets konstant: der Mensch. Ihre Werke interpretieren ihn durch eine optimistische und zugleich facettenreiche Perspektive. Die Inspiration für ihre Arbeiten entspringt dem Gesehenen, dem Gehörten oder taucht unerwartet in ihren Gedanken auf – eine Art "Zeitgeist", der sich in Denk- und Empfindungsweisen manifestiert und anschließend visuell umgesetzt wird. Ihre neueren Themen beschäftigen sich verstärkt mit Entschleunigung und dem Finden innerer Ruhe für eine größere Gelassenheit.
Jutta Körner
In einer lauten Welt sehnen wir uns nach Stille – nach einem Raum, in dem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und neue Energie schöpfen können, um dem Lärm des Alltags mit Ruhe zu begegnen. Diese Sehnsucht nach Stille prägt auch meine künstlerische Arbeit.
Meine Skulpturen und Objekte sind bewusst reduziert. Durch die Konzentration auf Linien und Formen entsteht eine Klarheit, die das Wesentliche betont und Raum für innere Ruhe schafft – weg vom Lärm, hin zur Stille.
Biografie Jutta Körner (pdf, 98 kB)
Judith Reiter - atmosphärische Malerei
In meiner Malerei geht es um das Hier und Jetzt, ganz bewusst erhebe ich nicht-politische Themen zu meinen Bildgegenständen. Alltagssituationen dienen mir als Ideengeber und mein Fotoapparat ist mein Skizzenbuch. Diese spontanen Fotografien haben für mich eine besondere Ästhetik, ich versuche damit die Stimmungen des Alltags festzuhalten. Ausschnitte, neu zusammengeführt und verdichtet, unterstützen mich bei der Suche nach dem Verborgenen, der Magie und bei der Umsetzung in Malerei.
Das zentrale Objekt in meiner Malerei ist der Mensch. Ich male Menschen, die stehen, liegen, sitzen, die sich unterhalten, beobachten, telefonieren, spielen. Selbst in meinen Landschaftsbildern ist der Mensch sichtbar, Wildnis als vermeintliches Paradies interessiert mich nicht. Meine Kunst transportiert mehr als das Abbild einer konkreten Person, mehr als ein Festhalten einer fotogleichen Situation. In einen begrenzten Raumausschnitt integriere ich das eigene Erleben, mein virtuelles Bild als Intensivierung der Wirklichkeit.
Den Stil meiner Malerei bezeichne ich als expressiv, figurativ, geprägt durch intensive Beobachtung und Freude an der Farbe. Den Betrachtenden lade ich mit meiner Kunst ein, sich Zeit zu nehmen, die Welt in der wir leben zu beobachten, die Kleinigkeiten schätzen zu lernen, die uns umgeben. Sei es ein Gespräch unter Freunden oder das Wiederkäuen von Kühen auf einer Weide. Vermeiden möchte ich Sachlichkeit, Nüchternheit oder Dokumentation einer Situation oder eines Ortes. Um reines Verstehen geht es bei meiner Kunst nicht.